Corona-Krise: Herausforderung, Weckruf und Chance

Geschrieben von am
Greg Rakozy

Im Moment werden wir alle massiv in Atem gehalten, von einem Virus, das sich über den Atem überträgt; einem Virus, das sich in die Lunge setzt und lebensbedrohlich werden kann.

Bis vor kurzem sahen wir, wie die „grünen Lungen“ der Erde bedroht und zum Teil vernichtet wurden - durch Waldrodungen, Waldbrände, Waldsterben. Es wurde – trotz eindeutiger Untersuchungsergebnisse der Wissenschaft und ‘Fridays for Future‘ Bewegung - nicht genug dagegen getan.

Nun sind unsere eigenen Lungen bedroht und die Politik setzt massive Hebel in Gang, um uns zu schützen. Plötzlich wird sichtbar, was möglich ist, wenn wir unser Konsumverhalten, wie z.B. Flugreisen, Kreuzfahrten, ständig mit dem Auto von A nach B zu fahren usw. für eine Zeit einschränken.

Unsere Erde erholt sich!

Kinder in China sehen zum ersten Mal in ihrem Leben einen blauen Himmel und es gibt wieder Luft zum Atmen.
In Italiens Häfen zeigen sich Delphine.
In Venedigs Kanälen schwimmen wieder Fische.

Lasst uns diese Krise als Weckruf und Chance begreifen!

Diese Krise wird vorbeigehen – die Menschheit hat schon so viele Krisen gemeistert. Doch lass uns – jede/r Einzelne/r - nun mit dafür sorgen, dass es hinterher nicht so weitergeht wie vorher. Denn Krisen sind nie das Ende, sondern bieten immer die Chance für den Anfang einer neuen Etappe.

Wertewandel

Diese Krise kann als Weckruf auch eine positive Herausforderung für uns sein: jetzt - wo viele in einem Pausen-Modus stehen - innezuhalten und unsere Werte zu überprüfen.
Was ist wirklich wesentlich für dich und dein Leben!?

Es macht so viel Hoffnung zu sehen, wie aufmerksam jetzt viele Menschen miteinander umgehen und welche Werte sichtbar werden, wie z.B.: Solidarität, Nachbarschaftssinn und Hilfsbereitschaft, Kreativität und Humor.
Junge Menschen fragen ältere Nachbarn, ob sie für sie etwas einkaufen können. Musik, Gesänge oder Fitness-Übungen von Balkon zu Balkon.
Und der Running-Gag mit dem Klopapier ... ;)

Corona fordert von uns jetzt andere Qualitäten und Verhaltensweisen als die bisherigen der Konsumgesellschaft wie z.B. Effektivität, Erfolg, Wirtschaftswachstum, Technologiezuwachs, nämlich:

  • Respekt und achtsames Handeln
  • Mitmenschlichkeit und gegenseitige Unterstützung
  • Verantwortung für das Ganze
  • Besonnenheit statt Panik und unüberlegte Überreaktionen
  • Klares Denken und solide Informationen
  • Sich gegenseitig stärkende Kommunikation
  • Flexibilität und Offenheit für Neues
  • Vertrauen

Respekt, Vertrauen und Geduld

Durch die Flut der vielen Nachrichten über die Zahl der Infizierten, der Toten, der Situationen in den Krankenhäusern und der existentiellen Bedrohungen von vielen Betrieben und Selbständigen werden wir alle sehr verunsichert und in Angst versetzt. Angst ist ein schlechter Ratgeber, das wissen wir alle. Und Angst schwächt das Immunsystem.

Lasst uns anstelle von Angst Respekt vor dem Virus haben. Mit Respekt behalten wir eher einen klaren Kopf und können besser verantwortlich handeln. Mit Worst-Case-Gedanken geraten wir in einen Tunnelblick. Vertrauen und Zuversicht sind der bessere Nährboden für gute Lösungen.

Lass es zu, im Moment vielleicht noch nicht zu wissen, wie es weitergehen soll, denn, um Rainer Maria Rilke sprechen zu lassen:
„ ... ich möchte Dich bitten, Geduld zu haben gegen alles Ungelöste in Deinem Herzen und zu versuchen, die Fragen selbst lieb zu haben wie verschlossene Stuben und wie Bücher, die in einer sehr fremden Sprache geschrieben sind.
Forsche jetzt nicht nach den Antworten, die Dir nicht gegeben werden können, weil Du sie nicht leben könntest.
Und es handelt sich darum, alles zu leben. Lebe jetzt die Fragen. Vielleicht lebst Du dann allmählich, ohne es zu merken, eines fernen Tages in die Antwort hinein...."

Was brauchst du jetzt in dieser Zeit?

Viele Familien und Geschwister rücken in Krisenzeiten enger zusammen. Bei anderen wiederum werden bestehende Konflikte und fehlender Zusammenhalt noch deutlicher und schmerzlicher spürbar. Umso wichtiger ist es dann, sich auf heilsame Beziehungen zu konzentrieren und sich mit stärkenden, Mut machenden Anregungen zu versorgen. Wenn sich bei dir gerade jetzt Fragen und Probleme mit deinen Geschwistern zuspitzen sollten, sind wir auch in dieser für alle herausfordernden Zeit ansprechbar. Schreibe uns gerne bei Bedarf eine Mail: c@schwestern-workshops.de

Auch im Netz gibt es ja inzwischen viele Informationen und Hilfreiches für den persönlichen Umgang mit der Corona-Krise. Ganz wichtig ist es natürlich, gut für sich und das eigene Immunsystem zu sorgen. Dazu gehört eine gesunde Ernährung und Bewegung zuhause und in der frischen Luft, also körperliche Stärkung. Doch auch psychische und mentale Stärkung, die Vertrauen und Zuversicht gibt, ist heute besonders wichtig:

  • Gehe so lang wie möglich in die Natur, begrüße bewusst den Frühling, lausche den Vögeln (findest du auch, dass sie im Moment lauter singen?), betrachte jede Blume, die ersten Schmetterlinge, spüre deine Füße auf dem Boden.

  • Was tut deiner Seele jetzt gut: Musik hören, tanzen, singen, schöne Bücher lesen ... Yoga oder andere Entspannungstechniken, Achtsamkeitspraxis, Meditation

  • Täglich neue aufbauende Inspirationen und stärkende Meditationen findest du unter diesem Link: app.homodea.com/tv

  • Auch der folgende Link führt zu guten Tipps für die Stärkung der mentalen Gesundheit: So schützen Sie jetzt Ihre mentale Gesundheit

  • Das Online-Programm „iFightDepression“, das normalerweise nur mit fachärztlicher oder psychotherapeutischer Begleitung nutzbar ist, hat den Zugang jetzt für 6 Wochen freigeschaltet, so dass nun jede/r es nutzen kann: Deutsche Depressionshilfe e.V.

  • Wo kannst du andere Menschen unterstützen? Gutes zu tun ist Balsam ebenso für die eigene Seele!

Mutmachend ist auch der Text des Zukunftsforschers Matthias Horx mit einem wunderbaren Perspektivenwechsel:
'Die Corona-Rückwärts-Prognose: Wie wir uns wundern werden, wenn die Krise „vorbei“ ist.' Die Welt nach Corona

Daraus ein Zitat:
"Jede Tiefenkrise hinterlässt eine Story ein Narrativ, das weit in die Zukunft weist. Eine der stärksten Visionen, die das Coronavirus hinterlässt, sind die musizierenden Italiener auf den Balkonen. Die zweite Vision senden uns die Satellitenbilder, die plötzlich die Industriegebiete Chinas und Italiens frei von Smog zeigen. 2020 wird der CO-Ausstoß der Menschheit zum ersten Mal fallen. Diese Tatsache wird etwas mit uns machen.
Wenn das Virus so etwas kann – können wir das womöglich auch? Vielleicht war das Virus nur ein Sendebote aus der Zukunft. Seine drastische Botschaft lautet: Die menschliche Zivilisation ist zu dicht, zu schnell, zu überhitzt geworden. Sie rast zu sehr in eine bestimmte Richtung, in der es keine Zukunft gibt.
Aber sie kann sich neu erfinden.
System reset.
Cool down!
Musik auf den Balkonen!
So geht Zukunft."

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