Kein Kontakt zur Schwester oder zum Bruder

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Wenn wir Geschwister haben, wünschen wir uns fast alle ein gutes, harmonisches und vertrauensvolles Verhältnis zu ihnen. Schließlich sind wir zusammen in derselben Familie groß geworden und kennen uns doch so gut – so meinen wir zumindest. Die Eltern und die Gesellschaft erwarten letztendlich auch, dass sich Geschwister gut verstehen und ihr Leben lang gut miteinander klarkommen.

Doch viele kennen es aus ihren eigenen Erfahrungen und auch in der Geschwisterforschung wurde bestätigt, dass Geschwister sich nicht unbedingt automatisch lieben, nur weil sie Geschwister sind. Eine gute, harmonische Beziehung zur Schwester oder zum Bruder zu haben, ist entweder eher ein Geschenk oder etwas, das man sich miteinander immer wieder neu erarbeitet, erschafft und – wie eine Pflanze – pflegt. Denn Geschwisterbeziehungen können sehr entwicklungsfähig sein und meistens werden viele verschiedene Phasen miteinander durchlaufen.

Einige Frauen erleben, dass die Schwester / der Bruder einen nicht so liebt, wie man es sich wünscht.

Oder man hat sich so stark in unterschiedliche Richtungen entwickelt, dass es keine Berührungspunkte mehr gibt. Oder es bestehen so schwere und nicht lösbare Konflikte, dass es sinnvoller scheint, sich zu schützen und zu distanzieren ...

In diesen Fällen haben viele Frauen Zweifel, ob sie es denn dürfen, sich von ihrem Bruder oder ihrer Schwester zu distanzieren oder den Kontakt gar ganz abzubrechen. Es schmerzt natürlich sehr. Und man stößt – neben dem eigenen schlechten Gewissen und den Zweifeln – in der Familie und im Umfeld häufig auf Unverständnis.

Und auf der anderen Seite gibt es viele Frauen, die ihrerseits unter Kontaktabbrüchen ihrer Geschwister leiden. Sie suchen Wege, damit fertig zu werden oder neue, zarte Bande aufzubauen. All dies sind komplizierte und bedrückende Situationen und schwierige Fragen.

Viele Frauen versuchen, den Konflikt mit ihren Geschwistern irgendwie zu lösen. Doch, wenn dies zu keinem Erfolg führt, tragen sie diese Last, dieses „Päckchen“ dann allein mit sich herum und viele leiden jahrelang darunter.

In unseren Schwestern-Workshops erleben wir immer wieder, wie entlastend und erleichternd es für unsere Teilnehmerinnen ist, ihre „Päckchen“ mit Unterstützung der Gruppe und mit unserer einfühlsamen und klaren Begleitung endlich auspacken und (mit)teilen zu können. Sie erkennen, wie sie den Kreislauf ihres bisherigen Denkens mit Hilfe vieler unterschiedlicher Perspektiven verlassen können und sich dadurch neue Lösungswege auftun.

Denn manchmal geht es beim Kontaktabbruch unter Geschwistern darum, sich von alten Ideal- oder Moralvorstellungen und (eigenen) Erwartungshaltungen liebevoll zu verabschieden und sich etwas zu trauen: sich zu erlauben, etwas zu tun, was man noch nie probiert hat.

Oft geht es aber auch um Vergebung und Versöhnung – auch mit sich selbst – zum Beispiel, dass man sich ohne Zwang und (Selbst-)Vorwürfe zugesteht, zu seinen Geschwistern keine enge Verbindung oder eventuell auch gar keinen Kontakt mehr halten zu müssen. Andere wiederum erkennen und lernen, in Frieden damit zu leben, wenn die Schwester / der Bruder den Kontakt dauerhaft abgebrochen hat.

Mit diesen wichtigen Einsichten, wertvollen Erfahrungen und ersten Lösungsschritten wurde ihr Mut belohnt, sich im Rahmen des Workshops auf die gemeinsamen und individuellen Prozesse im Kreise anderer betroffener Frauen eingelassen zu haben.

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  • Kläre deine Geschwisterverstrickungen und
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