Schwesternbande -Jede Schwester hat ihr „Päckchen“ zu tragen und Wege der Entlastung

Ruth Botzenhardt/buxdesign

Viele Frauen tragen ein Problem – ein »Päckchen« – mit sich herum, etwas, das sie in Bezug auf die Schwester(n) belastet und für das sie bisher keine Lösung finden konnten. Vielleicht bist auch du aus diesem Grund auf unsere Website www.schwestern-workshops.de gestoßen?
Du bist damit nicht allein.

Häufig sehen die Betroffenen die Ursache in der Schwester, weil »die so schwierig oder doof« sei und sie also »die Schuld an den Beziehungskonflikten« trage. Ergebnisse einer Studie bestätigen, »dass Auseinandersetzungen überwiegend der Schwester zugeschrieben werden«. Als Konfliktthemen nennt die Studie »unterschiedliche Meinungen, aber auch Art und Mentalität der anderen und die Versorgung der Eltern bzw. das Erbe«. (aus: Schwestern im Alter von Anna Miesbach-Berkes, Marburg 2010)

Doch welche Ursachen könnten wirklich verantwortlich für die Konflikte sein? Lange Zeit wurde in der Forschung die Position in der Geschwisterfolge als einzige oder wichtigste Prägung überbewertet. Es lassen sich durchaus »typische« Rollenzuschreibungen und daraus resultierende Selbstbilder bei den ältesten, mittleren und jüngsten Geschwistern beobachten. Dies ist jedoch nicht zwingend, denn in jeder Familie entsteht und entwickelt sich eine ureigene Dynamik. Und jedes Kind bringt ein ganz eigenes inneres Wesen mit entsprechenden Charaktereigenschaften mit auf die Welt und hat damit eine einzigartige Persönlichkeit.

Und dennoch können die Position in der Geschwisterreihe und die damit verbundenen Rollenzuschreibungen großen Einfluss auf die Schwesternbeziehungen haben, genauso stark wie z.B. eine Ungleichbehandlung durch die Eltern oder ein ständiges Miteinander-Vergleichen und Bewerten.

Wir haben in unseren Schwestern-Workshops und Coachings die Erfahrung gemacht, dass sich für die Frauen allein durch das Bewusstmachen ihrer verinnerlichten und als Erwachsene überholten Rollenzuschreibungen und Verhaltensmuster neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten eröffnet haben. Bestenfalls war ein Auflösen veralteter Selbstbilder möglich. So konnten schon viele „Päckchen“ von Schwestern entlastet oder sogar „entsorgt“ werden.

Wie war es für dich, die älteste, mittlere oder jüngste Schwester gewesen zu sein?
Welche Rolle(n) hattest du als Kind in der Familie?
Was warst du damals hauptsächlich für deine Schwester (z. B. Vorbild, Nesthäkchen, Verantwortliche, Harmonisierende … )?

Vielleicht erkennst du, welche Rollenzuschreibung und dadurch entwickelten Fähigkeiten zu dir passen und welche Vorteile sie dir bieten. Dann ist es natürlich richtig, sie wertzuschätzen und beizubehalten.

Doch wenn du feststellst, dass sie dich einengen, behindern, dich zu sehr auf eine Rolle festlegen oder reduzieren, darfst und kannst du dich daraus entlassen. Du wirst sehen, wie sehr es erleichtert, energieraubende Glaubenssätze wie z.B. „Ich muss immer den Überblick behalten.“ oder „Ich kann das nicht so gut.“ oder andere als solche zu entlarven. Dann wird es dir auch leichter fallen, der Schwester offener, interessierter und ohne Erwartungshaltung zu begegnen.

Wie du dich aus Erwartungen und Rollenzuschreibungen lösen kannst, haben wir auch schon in unserem gleichnamigen Blogbeitrag im Juni 2020 beschrieben. Doch sehr viel tiefergehender und ausführlicher wirst du dies in unseren Workshops ganz praktisch erleben können und nun auch in unserem Ratgeberbuch, in dem wir unsere über 10jährigen Erfahrungen gebündelt haben:

Schwesternbande – wie lebendige Schwestern-Beziehungen gelingen

Cordula und Barbara Ziebell

Knaur Verlag
ISBN 978-3-426-21497-8
14,99 €
ab 1. Oktober im Handel

Siehe auch auf www.schwestern-buch.de – mit weiteren Informationen, einer Leseprobe und Bonusmaterial.

Wir zeigen in diesem Buch anhand anschaulicher Beispiele von Schwesternbeziehungen und praktischer Übungen, wie Frauen ihre Geschwister-Dynamik besser verstehen, Verstrickungen und Missverständnisse auflösen und eine Begegnung auf Augenhöhe entwickeln können. Und - wenn dies nicht möglich ist - wie sie auch mit einer schwierigen oder unauflösbaren Situation Frieden schließen können.
Auch Impulsfragen wie diese laden darin zu einer intensiveren Reflexion ein:

In welcher Rollenzuschreibung erkennst du dich am ehesten wieder?
Wie ist es heute? Was hat sich geändert oder wo bist du noch in derselben (oder einer ähnlichen Rolle) wie als Kind?
Und: Wer möchtest du heute sein?!

Wir wünschen dir inspirierende Erkenntnisse und entspanntere Beziehungen,
mit schwesterlichen Grüßen
Barbara und Cordula Ziebell

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